Geschäftsbericht Cura Plaidt e.V. 2014

Ich möchte Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Arbeit und die Lage des Vereins geben.
Zum heutigen Tag haben wir einen Mitgliederstand von 63.
Die Plaidter Vereine unterstützen uns weiterhin in vielfältiger Weise.
Hier einige Beispiele:
Sicher haben Sie gelesen, dass der „Junge Chor“ in Saffig ein Benefizkonzert gegeben hat.
Der Erlös wurde je zur Hälfte an den Förderverein für die Barockkirche in Saffig und „Cura
Plaidt e.V.“ gespendet. Ich möchte dem Jungen Chor an dieser Stelle ganz herzlich danken.
Auch der Erlös aus der Weihnachtsbaumaktion 2013 und 2014 des „Plaidter Junggesellenund
Burschenvereins“ wurde an uns gespendet. Auch ihnen gilt mein herzlicher Dank.
Im Jahr 2013 konnten wir in 23 Fällen helfen; in diesem Jahr sind es bis heute bereits 12
Fälle. Die Ausgaben hierfür betrugen 10.380,62 € in 2013 und 1.801,80 € in 2014.
Wobei wir in einigen Fällen mehrfach Hilfe geleistet haben.
Im Folgenden möchte ich beispielhaft einige Unterstützungen aufzeigen:
Nach wie vor finanzieren wir für einige Kinder das Mittagessen in Schule und Kindergarten.
Dabei legen wir Wert darauf, dass die Mittel aus dem sogenannten Bildungspaket
ausgeschöpft werden, sofern diese den Eltern zustehen, so dass die Kosten pro Mittagessen
und Kind nur noch 1,00 € betragen.
Die Zahl der Kinder variiert im Laufe des Jahres. In diesem Jahr sind es etwa 5-6.
Auch die Kosten für Schulausflüge und Klassenfahrten sind für manche Familien
unerschwinglich. Sofern diese nicht aus dem Bildungspaket finanziert werden können, helfen
wir ebenfalls, fordern jedoch immer einen angemessenen Eigenanteil der Eltern.
Einem jungen Mann helfen wir bei der Finanzierung des Führerscheins; das ist
Grundvoraussetzung für eine Lehrstelle, die er im Mai angetreten hat. Er hat in der
Vergangenheit einigen Unsinn fabriziert und zwei Ausbildungen abgebrochen, wir haben aber
jetzt den Eindruck, dass er erkannt hat, worauf es im Leben ankommt, daher wollen wir ihm
die Chance geben, es zu beweisen. Auch hier gilt wieder: 50 % der Kosten zahlt er in Raten
an uns zurück.
Wir haben jedoch vertraglich mit ihm vereinbart, dass die Kosten zu 100 % zurückgezahlt
werden müssen, sollte er die Ausbildung abbrechen.
Zu unserem größten Bedauern wurde der Arbeitsvertrag von Frau Nicole Sindermann,
Sozialarbeiterin an der Grundschule Plaidt, nicht verlängert. Mit ihr haben wir in
hervorragender Weise zusammengearbeitet. Die Stelle wurde zum 01. Juni 2014 neu besetzt.
Wir haben bereits Kontakt mir Frau Dolch aufgenommen und wollen die Arbeit auch mit ihr
erfolgreich weiterführen, denn gerade an der Grundschule ist Bedarf für unsere Hilfe.
Im vergangenen Jahr gab es zwei Sitzungen des Förderausschusses. Diese Zusammenkünfte
erweisen sich als äußerst hilfreich für unsere Arbeit.
Wie Sie sich vorstellen können weckt ein Verein, wie der unsere, Begehrlichkeiten.
Im Gespräch mit Pfarrer Stoer und Pastor Rith erkennen wir, dass es gewisse Leute gibt, die
uns mit unwahren Geschichten gegeneinander ausspielen wollen.
Ihnen geht es nicht um einmalige Hilfe, wie es unsere Satzung vorsieht, sondern sie betteln
ganz einfach, weil es leichter ist, als zu arbeiten. Entschuldigen Sie bitte, dass ich das so
drastisch darstelle, aber leider ist es so. Diese Leute glauben, wir sind dazu da, um die Hartz
IV Bezüge aufzubessern. Hier müssen wir konsequent die Hilfe ablehnen.
Für die Kinder dieser Familien sind wir jedoch da. Wir besorgen Kleidung, zahlen neue
Schuhe, finanzieren das Mittagessen usw. Hier gibt es im Vorstand und Förderausschuss zum
Teil kontroverse Diskussionen. Im Grunde aber sind wir uns einig: die Kinder trifft keine
Schuld.
Sie sehen meine Damen und Herren, wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen.
Daher sind wir umso dankbarer, dass Sie durch Ihre Mitgliedschaft, Spenden und manchmal
auch handfeste Unterstützung dazu beitragen, damit wir diese Hilfe leisten können.
Bei Gründung des Vereins hatte der Vorstand beschlossen, dass wir keine
Öffentlichkeitsarbeit machen wollen. Das wurde bei den letzten Mitgliederversammlungen
von Ihnen immer wieder thematisiert. Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass die
Mehrzahl der Mitglieder diesen Beschluss kritisch sieht. Daher haben wir in der
Vorstandssitzung am 02. Dezember 2013 entschieden, dass wir in Zukunft auch in der
Öffentlichkeit unsere Arbeit und Ziele, in angemessener Weise und Häufigkeit, vertreten
werden.
Zum Schluss gestatten Sie mir aus konkretem Anlass noch einen den Hinweis. Wenn Ihnen
erzählt wird, wo oder wem wir angeblich zu Unrecht helfen, sprechen Sie uns bitte an, damit
wir der Sache auf den Grund gehen und evtl. richtig stellen können.
Wir prüfen sehr genau wann wir helfen, aber auch wir sind nicht fehlerfrei. Daher ist es besser
solche Vorwürfe zu klären, um Schaden vom Verein abzuwehren.
Sie wissen wir garantieren Diskretion, aber die Betroffenen selbst erzählen im Freundes- und
Bekanntenkreis davon. Dabei bleibt die Wahrheit manchmal auf der Strecke.
Ich hoffe sehr, dass Sie uns auch in Zukunft verbunden bleiben, damit wir zum Wohle der
Bedürftigen weiterarbeiten können.
Wann immer Sie Fragen, Kritik oder Anregungen haben, teilen Sie uns diese bitte mit, denn
wir sind stets bemüht uns zu verbessern und neue Ideen aufzugreifen.

Plaidt, den 05. Juni 2014

Rudolf Mürtz
(Vorsitzender)